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Helmuts Fotokiste - Alte Kameras und die Anmerkungen eines Knipsers zur Freizeit-Fotografie in Familie und Freundeskreis

1958

Ich belichte meinen ersten Diafilm. Es ist ein Agfa UT 16 aus Wolfen für 8,-DM. Den Film hatte ich einem Kameraden in meinem Lehrlingsbautrupp abgekauft, der schon seit einiger Zeit mit Diafilm fotografiert. Seine Farbdias fand ich toll und wollte es auch probieren.

Ich fotografiere bei einem Fahrradausflug an die Havel. Die ersten Farbdias werden nach der Entwicklung mit einem Agfa-Gucki betrachtet.

 

 

Sommerurlaub in Coburg bei Uschi und Karl-Heinz. Zelt und Faltboot wurden in den Kleinwagen eingeladen (Bild: der beladene Zündapp Janus mit 250 ccm Motor)

Es entstehen Dias  von der Paddeltour auf dem Main (Schweinfurt Kitzingen). Einen neuen Diafilm Agfa CT 18 (20 Aufnahmen mit Rahmung) hatte ich von meiner Mutter geschenkt bekommen. Den Diafilm hatte Mutter in einem kleinen Fotoladen in der Blücherstr. gekauft, einem kleinen Laden in dem auch mein Vater gekauft haben soll. In diesem Laden wurde der Diafilm dann auch zum Entwickeln abgeben und nach ca. einer Woche wieder abgeholt. Der Film wurde vom Fotohändler zu einem Agfalabor geschickt. Das hätte ich auch selbst machen können, es war aber damals noch nicht üblich und Portokosten wurden ja auch gespart. Bild: Escherndorf Main

Die Vorführung mit einem geliehenem Projektor und einem altem Bettlaken als Leinwand überzeugt. Der Agfa CT 18 wird für Jahre mein Standart-Diafilm.

Ein Belichtungsmesser wird für 69,- DM angeschafft (Der Gossen Sixtomat X3 ist ein Belichtungsmesser mit Selenzelle als lichtempfindliches Element.), da Diafilme sehr genau belichtet werden müssen. Mit 13,50 DM ist der Agfa CT 18 nicht gerade billig, an Belichtungsreihen oder mehrere Aufnahmen mit unterschiedlichen Belichtungswerten ist nicht zu denken und jedes fehlbelichtete Dia fehlt einem später bei der Vorführung. Es wird also vor jeder Aufnahme die Belichtung gemessen, Blende und Zeit an der Kamera eingestellt, Entfernung geschätzt, eingestellt und dann geknipst.

Onkel Gustav macht erste Schmalfilmaufnahmen mit der Pentaka 8 auf der Schönhauser Allee.
Schmalfilm ist auch nicht schlecht!

Steffen filmt die Familie auf der Schönhauser Allee. 
Drei Wochen später! Die Vorführung des ungeschnittenen Films (15m Spule) bringt alle zum Lachen, jeder findet sich irgendwie komisch auf der Leinwand. Besonders komisch sind die Szenen, in denen Onkel Gustav einen Betrunkenen spielt. Das war Tante Hilde ja bei den Aufnahmen fast schon peinlich, dieser am hellen Vormittag betrunkene, torkelnde Mann. Doch Steffen kann ja nur immer ca. 20 sec. Filmen (Federwerk) und sowie die Szene im Kasten ist, sind alle wieder nüchtern.

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