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Helmuts Fotokiste - Alte Kameras und die Anmerkungen eines Knipsers zur Freizeit-Fotografie in Familie und Freundeskreis

1967

Tauentzienstr. 1966 mit dem neuen Europa Center, es wird großstädtischer in der City-West.





Im Ostteil wird dem Aufbau der alten City erst spät begonnen, aber aus der Ruine ist, nach aufwendiger Rekonstruktion, 1984 wieder das Schauspielhaus geworden. Heute heißt der Platz der Akademie wieder Gendarmenmarkt.

In unserer Küche in der Blücherstr. 33 richte ich eine Dunkelkammer ein.

Das Fenster wird mit großen Pappen aus schwarzen Plakatkarton verdunkelt. Ein Vergrößerungsgerät (Dunko 6x6) stelle ich auf den Herd (das ist ein großer gemauerter und gekachelter Kohleherd, da wackelt nichts) und die Schalen mit Entwickler und Fixierbad daneben. Mutter duldet die Zweckentfremdung ihrer Küche, kommt manchmal nur um schnell zu schauen, was schon im Fixierbad oder in der Wasserschale schwimmt. Davon bin ich nicht begeistert, den da ist die Schicht noch empfindlich und die Bilder können zerkratzen.

Fotopapier und Chemikalien kaufe ich in dem kleinen Fotoladen in der Blücherstraße oder bei Klinke, Foto-Klinke bietet damals preiswertes Fotopapier als Hausmarke an. Viele Fotoamateure machten damals ihre s/w Vergrößerungen selbst.

Bolex Schmalfilmkamera mit Belichtungsmessung durch das Objektiv und 8-40mm Zoom Berthiot für 275,-DM (Franz Josef Strauß ist Finanzminister geworden. Wer weis, was im nächsten Jahr die Mark noch wert ist? Kauf jetzt! Es findet sich doch immer ein Grund Foto- oder Filmgeräte zu kaufen. Die Mark war natürlich im nächsten Jahr auch noch etwas wert. Nur, unter dem Finanzminister Strauß wurden beschlossene Gehaltserhöhungen immer stark verzögert ausgezahlt. Es gab dann immer eine Nachzahlung, die sehr hohe Steuerabzüge zur Folge hatte.)

Neuer Startversuch im Schmalfilmbereich. Die Aufnahmen werden besser und was nicht geworden ist wird beim Schnitt entfernt oder korrigiert.
Auf Reisen filme und fotografiere ich gleichzeitig. Weder die Fotos noch der Film ist dann gut geworden. Beides gleichzeitig geht wohl nicht, man muss sich für eine Sache entscheiden. 
Der Transport von Foto- und Filmgeräten wird für mich einfacher, ich bin vom Motorroller auf einen VW-Käfer umgestiegen. Da kann ich auch ein Stativ mit in den Urlaub nehmen. Der Käfer ist ein neuer VW 1302 mit 40 PS (Preis mit Zulassung und Überführung 5330,-DM).

9.10.67 Karl-Heinz kauft sich die Agfa Movex Reflex Schmalfilmkamera.


Eine doppelacht Filmkamera der Spitzenklasse, mit Wechseloptik, (Zoom 7,5 37,5 und einem lichtstarken Normalobjektiv 1,8/13mm), Wechselkassetten, Federwerk für 10m Filmdurchzug. Sie wird im Koffer mit Zubehör (Handgriff, Filter und 3 Wechselkassetten) von Foto Leisegang (Kantstr.) günstig angeboten. Die neuen Superacht-kameras verdrängen die Doppelacht-kameras vom Markt, die Produktion dieser Kameras wird von den Firmen eingestellt. Deshalb das günstige Angebot.
Auf einer Campingtour durch Dänemark dreht Karl-Heinz einen mir unvergeßlichen Urlaubsfilm. 10 Filme Kodachrome II (a 15m) abgedreht und meist vom Stativ gefilmt, ergeben nach dem Schnitt ca. 20 Minuten Film, mit schönen Bildern, tollen Farben und exzellentem Bildstand. Ich möchte auch einmal nach Dänemark
Vorgeführt wird der vertonte Film von Uschi und Karl-Heinz mit einem Noris Ts Automatic und einem Grundig Tonband. Dabei wurden Tonband und Filmprojektor gekoppelt, damit Bild und Ton Synchron läuft. Die Geschwindigkeit des Projektors wurde praktisch über eine Pendelrolle vom Tonband geregelt.

Leider sind später die Filme, Dias und Geräte in Nürnberg verloren gegangen.

1969

Der erste Mensch ist auf dem Mond gelandet, die Amerikaner haben es geschafft. 
Rollei hat es  geschafft 1966 einen Welterfolg zu landen. Die Rollei 35 eine kleine Sucherkamera mit versenkbarem Objektiv (Tessar 3,5/40 mm) und CDS Belichtungsmesser mit Nachführzeiger ist der Renner. Gleich drei Kollegen (von 12) haben sich seit 1967, zusätzlich zur vorhandenen Spiegelreflexausrüstung, diese kleine Rollei angeschafft.

Sommerurlaub, Bergwandern mit Klaus in Österreich (Gschnitz/Tirol). Die Vergrößerungen wurden dann in der eigenen Küche (Dunkelkammer) hergestellt.  Auch Schmalfilmaufnahmen (Doppel 8) habe ich gemacht, ca. 12 min. Dabei wurde auf den Bergwanderungen entweder gefilmt oder fotografiert, beides zusammen geht schlecht.

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