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Helmuts Fotokiste - Alte Kameras und die Anmerkungen eines Knipsers zur Freizeit-Fotografie in Familie und Freundeskreis

1974

Wir fahren mit Uschi und Horst mit der Bahn nach Kopenhagen. Norbert, ein Freund und Kollege, leiht mir eine 6 x 6 Spiegelreflex (Yashika mat 124G). In Kopenhagen entstanden dadurch 6x6 Dias. Erstklassige Schärfe und tolle Farben in der Projektion. Ich lerne die Vorzüge des Mittelformates kennen. Detailreiche Erfassung der Ferne bei Landschaftsaufnahmen und die gute Vergrößerungsfähigkeit der Negative.

24.9.74 Die Yashica mat-124-G Zweiäugige-Spiegelreflex 6x6, eingebauter Belichtungsmesser, Objektiv Yashinon 3,5/80mm  (355,-DM mit Tasche) wird angeschafft.Weil unsere Kopenhagenbilder so gut waren, d.h. uns haben sie gut gefallen. Die Dias und auch die s/w Bilder, die wir dann selbst Vergrößert haben. Ich stelle jetzt nur sehr schnell fest, daß 6x6 auch teurer ist als Kleinbild. Das Filmmaterial ist pro Bild viermal so teuer wie Kleinbild, es gibt auch kaum Film-Sonderangebote wie beim Kleinbildformat. Ein 24x36 Dia kostet 1974 mit Rahmung ca. 0,50 bis 0,70 DM, ein 6x6 Dia mit Rahmung ca. 1,80 bis 2,80DM.  Schwarz/weiß und Farbnegativ ist billiger. Und man hat das große Negativ, allerdings hat das größere Format auch einige Nachteile. Geringere Tiefenschärfe, größere Verwacklungsgefahr durch die längere Brennweite, geringere Lichtstärke der Optik gegenüber dem Kleinbild und nur 12 Aufnahmen auf einem Film. Die Yashica nimmt allerdings auch 220er Film, einen Rollfilm mit 24 Bildern (bei 6x6).

Uschi und Horst sind jetzt begeisterte Filmer geworden. Natürlich agiert Dani, die Tochter, meist vor der Kamera. Horst filmt fast nur vom Stativ, selbst bei einer Leinwand von 1,50m erreicht er damit scharfe, ruhige Bilder. Auch bei Aufnahmen mit dem Tele.
Super 8 Filme gibt es von Kodak jetzt auch mit Tonspur für lippensynchrone Tonaufnahmen.

26.9.74 Sonderangebot des Plaza-Photo-Shop Nürnberg
Die Plaza bietet eine komplette Ausrüstung an (Rolleiflex SL 35 mit Planar 1,8/50; SL-Angulon 2,8/35 Schneider-Kreuznach und ein 3,5/135er Tele-Xenar) und nimmt seine Cosina SLR in Zahlung. Es ist ein gutes Angebot und K-H hat eine neue Fotoausrüstung.
Die Rolleiobjektive sind prima, gute Abbildungsleistung. Das Weitwinkel gehört zu den Spitzenkonstruktionen, nahezu symmetrisch aufgebaut und frei von Verzeichnung und Vignettierung. Die Belichtungsmessung durch das Objektiv bewährt sich. Die Rollei SL 35 misst die Belichtung mit der eingestellten Arbeitsblende, dabei wird eine Meßtaste gedrückt, die Blende schließt sich bis zum eingestellten Wert und man kann die Belichtung durch verstellen von Blende oder Zeit einstellen (Zeiger im Sucher).

Karl-Heinz fotografiert jetzt hauptsächlich auf Diafilm, stellt dann Dia-Serien zusammen und vertont diese. Er schreibt einen Text, den Uschi dann spricht und sucht zu den Bildern passende Musikstücke aus. Die Vertonung wird erst mit einem Grundig Spulentonband und Uher Diataktgeber, danach (die Geräte halten nicht ewig) dann mit einem speziellen Kassettenrecorder von Philips durchgeführt.

1975

Karl-Heinz  ist von Doppel 8 auf Superachtfilm (Rollei 84) umgestiegen. (Rollei SL 84 gekauft am 10.2.75, im Plaza-Photo-Shop Nbg für 764,10DM, am 6.2.75 hatte K-H. bereits einen Projektor P83 für 249,30DM erworben).
Die Rollei 84 ist das Super 8 Spitzengerät von Rollei, Varioobjektiv 7-70mm, überblenden mit Zubehör Cinetrick möglich.
Ich kann mich noch an einen Film vom Ossiacher See erinnern den Karl-Heinz mit der Rollei gedreht hat. Dabei hat er die Rollei auf der Bugspitze seines kleinen Segelbootes (Metzler Brigant) befestigt und mit einem Fernauslöser dann sich selbst bei Wende und Halse gefilmt. Ungewöhnliche Aufnahmen in einem Amateururlaubsfilm. Der pneumatische Fernauslöser von Rowi wurde auch eingesetzt, wenn Karl-Heinz mit im Bild sein wollte (beim Essen am Tisch z.B.).

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