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Helmuts Fotokiste - Alte Kameras und die Anmerkungen eines Knipsers zur Freizeit-Fotografie in Familie und Freundeskreis

Neuheiten

Es gibt jetzt einen Diafilm mit 27 DIN (400 asa) Empfindlichkeit von Kodak. Der Film besteht aus 11 hauchdünnen Emulsionsschichten. Die Formate Kleinbild, 126 und 110 Pocket  stellen  hohe Anforderungen  an Körnigkeit und  Detailzeicnung eines  Films. Sie müssen ja  vergrößert gezeigt werden. Der neue  Film kann wie die bisherigen Farbdiafilme auch, empfindlichkeitssteigernt entwickelt werden. Dann sind sogar 3o DIN (800asa) oder 33 DIN (1600asa) möglich.
Polaroid bringt eine automatische Scharfstellung mit einem Sonarsystem (Ultraschall) heraus.
Es gibt immer mehr Kameras die elektronisch gesteuert werden. Integrierte Schaltungen steuern die Kamerafunktionen. Hat bisher eine mechanische Funktion in der Kamera die nächste ausgelöst, steuert jetzt in manchen Kameras ein kleiner Prozessrechner die Abläufe. Die Mechanik wird zurück gedrängt und durch Elektronik ersetzt.  Es gibt Zeitungsartikel, die sprechen davon, das eines Tages auch der Film durch einen elektronischen Speicher ersetzt werden könnte.

1979

Ich kaufe von Herbert K. eine gebrauchte Asahi Pentax ES II mit Objektiv 1:1,4/50mm. Die ES II ist ein Zeitautomat, die Kamera stellt die richtige Belichtungszeit zur gewählten Blende automatisch ein. Die Belichtungszeit wird bei offener Blende gemessen, ein Hebel überträgt den eingestellten Blendenwert vom Objektiv zum Kameragehäuse. 
Unter den Fotoamateuren herrschte in den 70er Jahren ein richtiger Glaubenskrieg, ob Zeitautomatik oder Blendenautomatik besser ist. 
Canon und Konika setzen auf Blendenautomatik; Minolta, Pentax und Nikon auf Zeitautomatik. 
Für viele unbeschwert fotografierende Amateure ist die Blendenautomatik vorteilhaft, weil eine verwacklungssichere Zeit vorgewählt (z.B. 1/125 sec) werden kann und die Blende dann automatisch gesteuert wird. Unbrauchbar ist die Blendenautomatik im Makrobereich und bei Langzeitaufnahmen. Vorteilhaft ist sie, wenn man für z.B. Wischeffekte eine Zeit fest vorgeben will. 
Wenn man jedoch den Schärfebereich (Tiefenschärfe) vorgeben will, ist die Zeitautomatik besser. Der Schärfebereich wird durch die gewählte Blende festgelegt und die Verschlußzeit wird automatisch gesteuert. Im Sucher kann die Verschlußzeit kontrolliert und ggf. die Blende korrigiert werden, wenn man in den Bereich der Verwacklungsgefahr kommt.

Als Canon die A1 heraus bringt (1979 Canon A1, erste Spiegelreflex mit Programmautomatik) und etwas später Minolta die XD7 ist die Diskussion beendet. Diese Kameras können beides und noch mehr, sie haben außer Zeit- und Blendenautomatik ein Belichtungsprogramm. Das Belichtungsprogramm wählt selbsttätig Blende und Verschlußzeit, dabei wird die Filmempfindlichkeit und die größte Blendenöffnung des eingesetzten Objektivs berücksichtigt.

Zeitautomatik wird mit A bezeichnet = Automatic (aperture priority = Blendenpriorität)

Blendenautomatik wird mit S bezeichnet = shutter priority (Verschlußzeit-priorität)

Programmautomatik = P

Günther filmt auf Super 8

1980

Damit Renate den Dirk auch mal auf dem Kinderspielplatz oder bei Ausflügen fotografieren kann, bekommt sie die Optima 535.
Denn die Spiegelreflexausrüstung ist ihr zu schwer, die große Universaltasche empfindet Renate als Belastung und ihre alte Contessa ist defekt. Sie wurde schon einmal repariert, eine erneute Reparatur ist uns zu teuer. Die Optima wird von Hertie im Sonderangebot für 98,-DM angeboten, der alte Preis betrug 269,-DM. Kleinbildsucherkamera, Objektiv Color Solitar 2,8/40mm (4 -Linser), Entfernungseinstellung über Symbole oder Meter-/feet-Skala, Bereich 0,9m unendlich, elektronischer Blendenverschluß "Paratronic" 15 1/500s, Belichtungsautomatik mit stufenloser Zeit- Blenden-Steuerung (15 bis 28 DIN)

Karl-Heinz braucht eine unempfindliche Kamera, die er bei seinen Paddeltouren mitnehmen kann. Ich besorge ihm in Berlin die neue Fuji HDS. Eine Kleinbildsucher-Kamera die gummiarmiert, wasserdicht ist und bis 2 m unter Wasser tauchen darf. Mit der Fuji fotografiert er bei Regen und eben beim Paddeln. Die Kamera hat auch einiges ausgehalten (Donau, Weser, Ems, Theis und Altmühl), nur sonnenölige Finger vertrugt die Gummiarmierung nicht so gut.

Eine Kollegin möchte für ihre Afrika Reise eine neue Kamera. Sie hat eine einfache Sucherkamera und möchte eine Kamera mit Zoom oder Teleobjektiv. Sie entscheidet sich für die Konica FS-1, eine Kamera mit Motoraufzug, sie hat als erste Spiegelreflex keinen Schnellschalthebel mehr. Diese Konica FS-1 wurde von uns sehr bestaunt. Mit 1,8/40mm kostet sie um 900 DM, ein Telezoom vervollständigt die Reiseausrüstung. 3 Fotoalben konnte die Kollegin nach ihrer Reise mit Bildern füllen. Da die Bilder gut waren, wurde danach nicht nur bei Reisen fotografiert.

Auf dem Flohmarkt kaufe ich die Zorki (russischer Leicanachbau, leider ist der Tuch-Schlitzverschluß defekt) und eine alte Plattenkamera. Mit der alten 9x12cm Plattenkamera will ich fotografieren.
Ich besorge Planfilmkassetten und Planfilm für die 9x12 Plattenkamera, die Aufnahmen sind nicht so gut wie von mir erwartet. Bei Vergleichsaufnahmen mit der Pentax 24x36 oder der Yashika 6x6 gewinnt die Pentax und die Yashika (Vergrößerung auf 9x12). Kontrastwiedergabe und Schärfe der 9 x 12 Aufnahmen sind nicht gut. Die modernen Spitzenobjektive leisten heute mehr, als ein preiswerter Doppelanastigmat von 1920


Fotohandel und Fotoindustrie in Deutschland verkaufen 1980        (Quelle: Photo Revue 5/81)
   3 777 000 Kameras
112 000 000 Filme  (ohne Schmalfilm)
      869 000 Wechselobjektive
   1 520 000 Elektronenblitzgeräte
     340 000 Diaprojektoren
     280 000 Schmalfilm-kameras       (Rückgang 12% gegenüber 1979)
     270 000 Schmalfilm-projektoren   (Rückgang 21% gegenüber 1979) Video-systeme kommen!
190 000 000 Schmalfilme  wurden gedreht

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