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Helmuts Fotokiste - Alte Kameras und die Anmerkungen eines Knipsers zur Freizeit-Fotografie in Familie und Freundeskreis

1990

Aus dem Nachlaß unserer Eltern habe ich die Dias und die noch vorhandenen Negative übernommen. Bei der Durchsicht stelle ich fest, daß wir die Bilder häufig nicht zuordnen können. Uns fehlen Angaben 
Wer
oder was wurde fotografiert?  
Wo wurde fotografiert?
Wann und evtl. warum wurde fotografiert? (Geburtstag, Jubiläum, Reise)

Dabei sind Jahre später nicht der Eifelturm oder das Matterhorn von den Reisen interessant, sonder die Alltagsbilder. Die Straße in der man wohnte, der Laden, das Lokal an der Ecke, die Fabrik in der man arbeitete. Familienmitglieder und Freunde bei ganz gewöhnlichen Tätigkeiten beim Arbeiten bei Feiern und Festen.
Ich selbst schreibe auch keine derartigen Daten zu meinen Fotos auf, doch das ist ein Fehler. Es gibt bereits Bilder, Dias und Negative, da wissen weder Renate noch ich wann, wo, wen oder was wir da fotografiert haben.
Es schmoren in vielen Fotoalben interessante Bilder die nicht zugeordnet werden können, weil diese Daten fehlen. Für Ausstellungen bei Stadtteilfesten oder Vereinsjubiläen werden immer wieder alte Bilder gesucht. Viele Bilder aus privaten Alben wären interessant und gut geeignet, können aber wegen fehlender Daten nicht verwendet werden.

Die Videokameras werden jetzt zum Teil schon preiswerter angeboten. Preiswert heißt im Jahre 1990 unter 2000,-DM, vorher waren Preise um 4000,-DM für Videokameras normal. Bei einem Sonderangebot von Radio L. kann ich nicht widerstehen.. Für 1800,-DM wird die Blaupunkt CR 8010 gekauft, die gleiche Kamera gibt es auch von Bauer, Metz und Nikon. Gebaut wurde diese Videokamera von dem Japanischen Elektronikhersteller Matsushita (JVC; Panasonic). Die ersten Versuche mache ich bei einem Ausflug in den Spreewald. Schon gleich nach der Rückkehr können die Aufnahmen im Fernseher bestaunt werden. Die Bildqualität ist OK, der Originalton (viel Wind) na ja? Verblüffend ist für einen bisherigen Schmalfilmer, die Möglichkeit auch noch bei schwachem Licht zu filmen, daß man die Aufnahmen sofort ansehen kann und der immer vorhandene synchrone Ton. Die Superacht Nizo liegt seit dem im Schrank und wird nicht mehr benutzt. Das S8 Filmmaterial ist auch inzwischen sehr teuer geworden.

1991

Fotofreunde aus Ost-Berlin wollen nicht mehr mit ihren schweren Praktika Ausrüstungen in den Urlaub fahren. Die Farbfotos (Bilder) sind jetzt auch viel besser als zu DDR-Zeiten. Begeistert von der modernen Technik aus Japan, kaufen sie verstärkt kleine Sucherkameras mit Zoom. Die Händler nahmen die alten Ausrüstungen meist für einen Spottpreis (20 bis50 DM) in Zahlung. Später ärgern  sich manche Fotoamateure, weil die Sucherkameras häufig nicht für Diafotografie geeignet sind und auch Nah- und Fernaufnahmen nicht mit den einfacheren Modellen möglich sind.

Als Zweitgehäuse legt sich K-H. eine Nikon F- 401x mit eingebautem Blitz zu.

1992 startet Nikon eine große Umtauschaktion, angeboten wird die neue F- 601 gegen eine alte F- 501 bei einer Zuzahlung von nur 500,-DM. Karl-Heinz nimmt an der Aktion teil und hat jetzt anstelle der Nikon F 501 eine Nikon F 601.

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