Von Agfa zur Agfa-Gevaert AG
Die Firma Agfa wurde 1873 als Aktiengesellschaft für Anilinfabrikation gegründet und entwickelte sich nach 1925 (Zusammenschluss mit Bayer) zum grössten Fotoartikelhersteller in Deutschland. Zu Bayer gehörte seit 1921 das Kamerawerk "Rietzschel" in München, das nun zu Agfa kam.
Agfa stellte von der Kamera über das Verbrauchsmaterial bis zum Zubehör fast alles in eigenen Werken her und tat viel für die Weiterentwicklung und Verbreitung der Fotografie. Nach 1945 waren die Produktionsstätten in Ost- (Berlin und Wolfen) und Westteile (Leverkusen und München) getrennt. Es gab zweimal Agfa und sehr viel Streit um Namensrechte, erst 1964 wurde aus der Agfa-Wolfen ORWO (Original Wolfen).
1964 erfolgte auch der Zusammenschluss von Agfa-Leverkusen mit der belg. Gavaert AG zur Agfa-Gevaert AG.
Einige Meilensteine und Ereignisse in der Geschichte der Agfa:
1897 wurde die Marke Agfa beim Kaiserlichen Patentamt in Berlin eingetragen.
1903 Agfa bringt den ersten Kinefilm auf den Markt.
1920 erste Agfa Röntgenfilme.
1928 Die Rollfilmkamera "Billy" wird auf den Markt gebracht.
1929 Erste Agfa-Tonfilme
1932 Die Agfa-Preis-Box Werbeaktion startet.
1936 Die moderne Farbfotografie mit Agfa beginnt
1941 Die ersten Agfa Tonbänder
1956 Die erste vollautomatische Kamera der Welt (Agfa Automatik) wird hergestellt.
1960 Erstes Agfa-Videoband
1982 wurde die Produktion von Amateurkameras eingestellt und das Werk in München geschlossen.
1996 Einführung der digitalen Kamera Agfa ePhoto
2005 wurde die Filmproduktion eingestellt.

