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Helmuts Fotokiste - Alte Kameras und die Anmerkungen eines Knipsers zur Freizeit-Fotografie in Familie und Freundeskreis

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Film- und Videotipps

meine Tips: 

Sie sollten Filmen.
Man muss allerdings viel mehr Zeit aufwenden, als vom Fotografieren gewohnt. Es macht aber auch viel Spass.
Natürlich können sie heute Videofilme oder DVD's von fast allen Ferienregionen erwerben. Aber da sind nicht ihre Erlebnisse fesgehalten und die Familie und Freunde sind auch nicht im Film zu sehen. Auch zu Hause sollte man gelegentlich Filmen und alltägliches im Film festhalten.
Filmen bedeutet heutzutage Videoaufnahmen mit einer Digitalen-Kamera machen und am FERNSEHER ansehen. Dabei kann man auf Band, DVD, einer Festplatte oder einem Speicherchip aufnehmen.

Unterschiede zum Fotografieren:

Der Film baut sich aus einzelnen Einstellungen auf.

Die Länge der einzelnen Einstellungen schwankt zwischen 5 und 15 Sekunden. Erst durch die Aufteilung einer Szene in verschiedene Einstellungen wird eine Handlung filmisch verständlich.

Durch den Wechsel von verschiedenen Einstellungen gewinnt der Film an Abwechslung und wird interessant.
Die wichtigsten Einstellungen sind Totale, Halbnah-, Naheinstellung, Großeinstellung und Gegenschuss. Auch ein interessantes feststehendes Motiv (Kirche, Brunnen,) muss in mehreren Einstellungen Aufgenommen werden.
Für ein gutes Foto reicht vielleicht eine Aufnahme?

Gut ist es, wenn nicht nur die Einstellungen gewechselt werden, sondern auch immer ein neuer Blickwinkel gewählt wird (vermeidet Bildsprünge).
Aber Achsensprünge  müssen vermieden werden, d.h. ich darf einen Festumzug nicht einmal von der einen und dann von der anderen Straßenseite aufnehmen. Der Festumzug würde einmal von links und einmal von rechts kommen. Auch bei Wanderungen darauf achten, sonst denkt der Zuschauer die Wanderer haben sich verirrt oder laufen hin und her.

Sehr viel hängt von einer ruhigen Kamerahaltung ab. Wird die Kamera nicht ganz ruhig gehalten, so "tanzt" das Filmbild auf der Leinwand oder dem Bildschirm. Also immer wenn es nur irgendwie geht aufstützen, anlehnen oder ein Stativ benutzen.

Mit der Kamera sollte man möglichst nicht schwenken. Schwenks (Panoramaaufnahmen) sind sehr schwierig. Wenn doch geschwenkt werden soll, immer mit einem ruhigen Bild anfangen und aufhören.

Wenn man das Aufnehmen einer Filmszene unterbricht, Standort wechseln und aus einem anderen Blickwinkel weiterfilmen. Sonst entsteht ein Bildsprung.
Gut ist es auch, wenn man für einen Zwischenschnitt einige neutrale Szenen aufgenommen hat (Zuschauer, Nahaufnahmen), auch damit können Bild- und Achsensprünge vermieden werden.

Wichtig sind auch Nahaufnahmen, ein Film nur mit Totalen wirkt langweilig. 


Film- oder Video-aufnahmen müssen geschnitten, d.h. Nachbearbeitet werden.

Beim Schmalfilm geschah dies mit der Schere und einer Klebepresse. Aufnahmen die nicht gelungen waren wurden heraus geschnitten und zu lange Filmszenen wurden gekürzt. 
Der Videofilm kann heute im Computer bearbeitet werden (Szenenlänge, Reihenfolge, Szenenübergänge und der Ton werden dabei mit einem Schnittprogramm bearbeitet). Danach kann der Film ohne Qualitätsverlust wieder auf das Band aufgespielt  oder es kann eine DVD erstellt werden. Da DVD-Player heute weit verbreitet sind, ist die DVD das bevorzugte Endprodukt. Auch lassen sich die eigenen DVD leicht kopieren und an Familienmitglieder oder Freunde verschenken.
Der große Vorteil bei der Bearbeitung mit dem Computer ist neben dem einfachen sortieren der Szenen, den unterschiedlichen überblendungen und der  Vorschaumöglichkeit, die Möglichkeit Bearbeitungsschritte auch wieder rückgängig machen zu können. Auch in bereits bearbeite Sequenzen können nachträglich immer noch Szenen eingefügt oder gelöscht werden.

Bearbeitung in drei Schritten.

  1. Den Film anschauen, allein und ohne Publikum.
    Filmschnitt oder Videobearbeitung kosten Zeit, viel Zeit. Deshalb ist es günstig wenn man sich Notizen macht, oder eine Schnittliste erstellt. (wer macht das schon? - - - es ist aber wirklich günstig, der Schnitt ist anschließend einfacher)
  2. Fehlerhafte Aufnahmen werden entfernt.
    Mißglückte Schwenks, unscharfe, verwackelte Aufnahmen oder der versehentlich gefilmte Fußboden.
  3. Kürzen und Ordnen.
    Zu lange Aufnahmen werden gekürzt. Aufnahmen die nicht zum Film (Thema) passen und zu kurze Aufnahmen entfernen. Die Filmlogik kann jetzt durch Umstellen von Szenen verbessert werden. Bildsprünge, falls vorhanden, werden durch Zwischenschnitte (Nahaufnahmen) getrennt.
    Jetzt könnten auch die Familienmitglieder mal mit anschauen.

In weiteren Schritten kann dann ein Titel hinzugefügt und der Ton bearbeitet werden.
Auch für Video gilt was schon beim Schmalfilm galt: Schneiden kann ich nur, was ich aufgenommen habe. Da das Bandmaterial nicht teuer ist, lieber zu viel als zu wenig aufnehmen. Weglassen und Kürzen geht immer.

Überspielen von alten Schmalfilmen auf Video:

Eigentlich kann man einfach von der Leinwand oder einer Matscheibe abfilmen! Doch hat mich mein Ergebnis nicht überzeugt. Die Bildqualität war nicht gut, ja bei mir  war es mit hochwertigen digitalen Kameras sogar schlechter als mit einfachen analogen Kameras. Man kämpft gegen Flackern, Hotspot, hohe Lichtkontraste und Farbverfälschungen. Die brilliantesten Aufnahmen im Film lassen sich nur schlecht kopieren.
Bitte unbedingt selbst probieren, denn manchmal haben Freude und Bekannte mit ihren Geräten zufriedenstellende Ergebnisse erzielt. Dabei haben sie aus ca.1 bis 2 Meter Abstand auf ein Stück Zeichenkarton (nicht die Glasperlwand verwenden) projeziert und abgefilmt.

Im Internet bieten deshalb viele Firmen einen entsprechenden Service an, die den Schmalfilm Bild für Bild abtasten und auf DVD oder Video überspielen. Die Preise sind sehr unterschiedlich. Es werden mal Meter und mal Minuten berechnet, dazu kommen Porto, Entgelte für Spulenanzahl und notwendige Klebestellen, unbedingt vorher Preise vergleichen.


Tipps im Internet


gibt es z.B. bei strauss-online.de, slashcam.de, videofilmen.de, oder auch bei Herstellern von Soft- und Hardware für die Videobearbeitung.

 

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